Die Verfeinerung des täglichen Essens ist der Beginn menschlicher Kultur. Essen ist Heimat und Fernweh, Gesellschaft und traute Zweisamkeit, Kindheitserinnerung und geschmackliche Herausforderung. Essen ist Kultur, ist Menschenwerk.

Und wir berichten über jene Menschen, die sich durch besondere Leistungen rund ums gute Essen auszeichnen oder sich verdient gemacht haben. Sollten Sie die eine oder andere gute Geschichte verpasst oder allenfalls auch vermisst haben, melden Sie sich einfach unter erlesenes@erlesenes.ch

 
 

Die lustvolle Form der Kultur

„Chum wir wei go Chrieseli günne“ ist für Erlesenes Sommerlust, Symbolik und kulinarischer Genuss in einem. Die kalifornischen Kirschen im Dezember ist das falsche Produkt zur falschen Zeit am falschen Ort. Ebenso wie die mexikanischen Spargeln im Januar, die Dörrbohnen aus China und die Bio-Zwiebeln aus Ägypten. Auch nicht im Programm führen wir, das Essen als die blosse Einnahme von Vitaminen und Mineralstoffen zu betrachten. Und die Empfehlung, dieses oder jenes „Design-Nahrungsmittel“ zur Leistungssteigerung der linken Hirnhälfte einzunehmen, werden Sie ebenfalls vermissen. Aber wir laden sie mehrmals jährlich ein zu unserem journalistischen Kultur-Schmaus.

 
 

Dies und das – unsere Appetithäppchen

Die Ulknudel gehört nicht zu den Teigwaren, der Palatschinken stammt von den Ungaren und nicht vom Schwein, die nackten Frauen bei Edouard Manets „Frühstück im Wald“ hatten keinen meteorologischen Grund, die wahre Geschichte der Nouvelle Cuisine begann in Venne bei Fernand Point und nicht bei Paul Bocuse, an der unrühmlichen Erfindung des Hot dogs waren die Deutschen massgeblich beteiligt und unter Symposium verstanden die Griechen richtigerweise ein Saufgelage. Dies und das, serviert ausschliesslich für Ihr Hirn.

 
 

Aus dem Kochtopf

Was sich findige Köche und Köchinnen, oder auch umgekehrt, in der Küche alles einfallen lassen und liessen, müsste von Amtes wegen mit Orden, Auszeichnungen, Preisen, Ehrentiteln und Doktorhüten ausgezeichnet werden. Wir berichten über diese Köchinnen und Köche – und das diesbezügliche Versagen der Ämter.

 
 

Der Bloderchäs aus dem Toggenburg

Was Hans Stadelmann im toggenburgischen Nesslau herstellt, ist ein beinahe in Vergessenheit geratener Magerkäse. Nach einem Rezept, das die Käser und Sennen schon vor siebenhundert Jahren kannten. Eine gute Tat. Ebenso wie das Monsteiner Bier aus Europas höchstgelegener Bierbrauerei. Oder die Spargeln der Flaacher Spargelbauern. Sie alle sind fest im Programm bei Erlesenes.

 
 

Die wunderbare Wiedergeburt der Vielfalt

Sie, die genussvolle Vielfalt, drohte zu ersaufen im geschmacksnivellierten Massenhack der Nahrungsmittelindustrie. Doch jetzt hat sie sich zurückgemeldet. Kräftiger und prächtiger denn je. Kleine Fachgeschäfte bieten wieder Aroma- und Geschmacksvielfalt. Erlesenes zeigt nicht nur was – sonder auch wo das Gute zu haben ist.

 
 

Nomen est omen

Die schöne Helene ist eine geschichtliche Wanderniere, von Escoffier tisch- und salonfähig gemacht, Lord Cumberland ist nicht als König von Hannover, sondern als Sauce in Erinnerung geblieben, die einen verzückt der Bilderzyklus zur Heiligen Ursula und die anderen das dünn geschnittene Contrefilet, beides signiert von Vittore Carpacio, dem venezianischen Renaissance-Maler. Oder kennen Sie die Geschichte von Kapitän Leopold Ziegenbein und seinem Chefkoch aus der Schweiz namens Unger? Nein? Ihnen verdanken wir das Cordon bleu. Erlesenes nennt die Namen, nennt die Helden – und liefert auch die Rezepte dazu.

 
 

Kulinarische Entdeckungen auf dem Land

Wer die Ratschläge der naseweisen „Pünktlischiisser“ von Michelin, Gault Millau, Guide bleu & Co satt hat und zudem die Vermutung hegt, es sei noch nicht alles entdeckt, dem kann geholfen werden. Wir empfehlen eine Fahrt nach Wölflinswil, Langendorf, Mittelhäusern, Sihlmätteli und Chevroux. Dorthin, wo die Köche noch für die Gäste kochen und die Wirte ohne Angst vor Testessern leben.

 
 

Genuss aus dem Tintenfass

Ob ihr Bauch voll gesättigt oder knurrend leer war, wissen wir nicht. Aber sie haben für uns geschrieben. Zum Thema Essen. William Somerset Maugham, Guy de Maupassant, Fanny Morweiser, Roald Dahl, John Collier, Manuel Vázquez Montalbán, Siegfried Lenz und viele mehr. Zu lesen in jeder Ausgabe von Erlesenes.

 
 

Ad absurdum

Das Sozialamt für Kühe, Kohltabletten für Dickwanste, wo, bitte, gibt’s die billigsten Lebensmittel und die Auswirkungen des flächendeckenden Ausschanks von Freibier. Erlesenes berichtet regelmässig aus dem Grusel- und Sonderheitenkabinett der Politik und Wirtschaft. Natürlich zum Thema Essen. Mit spitzer Feder und verschmitztem Lächeln.

 

Wo gibt es die feinen Dinge?

Wir, die Leute von Erlesenes, betrachten es als unsere menschliche Pflicht, Ihnen im Vertrauen zu sagen, wo es denn die feinen Dinge zu kaufen gibt. Der Einfachheit halber drucken wir jeweils auf Seite 31 des Magazins „Erlesenes“ gleich eine Liste. Oder schauen Sie hier auf unserer Website unter „Delikatessen“.

 
 

Vom Saufen wie die Bürstenbinder

Zuweilen kommen sie aus Teufels Küche, machen die Rechnung ohne den Wirt, spielen die beleidigte Leberwurst oder sind keinen Pfifferling wert, verlangen eine Extrawurst oder fressen, wie der Teufel, in der Not gar Fliegen. Nichts bewegt den Volksmund mehr als das Essen. Erlesenes liefert Ihnen die Etymologie dazu.